Eiweiß, auch Protein genannt

Eiweiß oder Protein ist die Substanz, die alle Lebewesen gemeinsam haben, und ohne die Leben, wie wir es kennen, nicht möglich ist. Nur Protein ist in der Lage, Zellen aufzubauen und Gewebe zu erneuern oder zu reparieren. Protein wird aus verschiedenen Aminosäuren aufgebaut. Einzelne Aminosäuren werden im Körper zu Ketten verbunden, den so genannten Di- (zwei), Tri- (drei) oder Poly- (viel) Peptiden. So entstehen dann letztendlich die Proteine, die wir mit der täglichen Nahrung zu uns nehmen. Was so zu Protein verbunden werden kann, wird im Rahmen unserer Verdauung dann auch wieder gespalten. Anders ausgedrückt, die Proteine werden nach der Nahrungsaufnahme im Rahmen der so genannten Proteinverdauung in unserem Magen-Darmtrakt wieder in ihre Bestandteile zerlegt. Die Proteinverdauung beginnt im so bezeichneten „sauren Milieu“ des Magens. Durch die im Körper vorgehende Eiweißzersetzung (endogene Protease) werden die Nahrungsproteine in kürzere oder längere Stücke aufgeteilt. Beim Transport durch den Darm als Nahrungsbrei wirken weitere Säfte auf die Proteine ein. Im Dünndarm wird der Brei dann durch den Saft der Bauchspeicheldrüse (Pankreassaft) auf Werte eingestellt, die zwischen „neutral“ und „leicht alkalisch“ liegen. Im weiteren Verlauf der Wanderung durch den Darm werden dann auch freie Aminosäuren resorbiert. Diese gelangen über den Darm in den Blutkreislauf. Sie müssen also vom Magen nicht verdaut werden.

Aminosäuren sind die Bausteine unseres Körpers. Neben der Proteinbildung sind sie auch am Entstehen von Haaren, Haut, Knochen und anderen Körpergeweben, Antikörpern, Hormonen, Enzymen und Blut beteiligt. Bisher hat die Wissenschaft 20 proteinbildende Aminosäuren entdeckt. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Aminosäuren. Sie sind für den Stoffwechsel wichtig, nehmen aber nicht an der Eiweißbildung teil. Die 20 proteinbildenden Aminosäuren unterschied man jahrelang in die zwei Gruppen essentiell und nicht essentiell. Heute weiß man aber, dass die Abgrenzungen fließend sein können.  So können beispielsweise veränderte Lebenssituationen und Umstände verantwortlich für solche Verschiebungen sein. Es gibt auch Aminosäuren, die Leistung steigernd und Muskel aufbauend (anabol) wirken. Sie können in bestimmten Fällen durchaus lebenswichtig sein. Aminosäuren dieser Art werden inzwischen als dritte Gruppe mit der Bezeichnung semiessentiell (halb-lebenswichtig) belegt. Es ist diese Gruppe der Aminosäuren, die eine immer größere Rolle bei der sinnvollen Nahrungsergänzung spielen.


Die 8 essentiellen Aminosäuren:

Isoleucin

Für den Muskelaufbau sehr wichtig. Rund ein Drittel der Muskulatur setzt sich aus Isoleucin zusammen

Mangelprobleme:

Ein Isoleucinmangel zeigt sich auch dem medizinischen Laien erkennbar, vor allem als Schwund von Muskelmasse. Symptome wie Abgeschlagenheit und niedriger Blutdruck (Fachbegriff Hypoglykämie) begleiten das Gesundheitsproblem.

Leucin

Für den Aufbau und den Erhalt von Muskeln unverzichtbar. Leucin unterstützt die Proteinsynthese in Muskeln, aber auch in der Leber, mindert den Abbau von Muskelprotein und dient als Energielieferant; unterstützt auch bestimmte Heilprozesse.

Mangelprobleme:

Ein Leucinmangel kann sich durch Abgeschlagenheit und gesteigerte Müdigkeit ausdrücken. Meist geht dem Leucinmangel ein Mangel an Vitamin B6 voraus.

Lysin

Dient im Körper als Basis für die Synthese von Carnitin und verstärkt die Wirkung von Arginin. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Erkenntnis, dass Lysin die Speicherung von Calcium im Körper verstärken kann. Vor allem für Vegetarier ist wichtig, dass Lysin die Proteinqualität nahezu aller pflanzlicher Lebensmittel aufwertet.

Mangelprobleme:

Ein Lysinmangel kann sich negativ auf die Proteinsynthese auswirken. Dadurch kann es zu einer Verlangsamung der Muskelneubildung kommen.

Methionin

Für die Leber äußerst wichtig. Methionin hilft bei der Regeneration von Leber- und Nierengewebe, erhöht die Produktion von Lecithin in der Leber und unterstützt den Abbau von überflüssigem Fett in diesem wichtigen Organ, aber auch im Blut.

Mangelprobleme:

In Kombination mit einem Mangel an Vitamin B6 kann es zu verstärkter Arteriosklerose kommen

Phenylanalin

Der Organismus benötigt Phenylalanin zur Bildung von Proteinen wie Insulin, Melatonin oder Papain. Weiterhin ist diese Aminosäure bei der Ausscheidung und Eliminierung bestimmter Schadstoffe in der Blase und den Nieren beteiligt.

Mangelprobleme:

Mangel an Phenylalanin und somit auch an Norepinephrin können Depressionen zur Folge haben und ansonsten unerklärliche Stimmungsschwankungen hervorrufen.

Threonin

Neben einer wichtigen Rolle bei der Produktion von Antikörpern und Immunglobulin, was für das Immunsystem äußerst wichtig ist, hat das Threonin ebenso Einwirkungen auf den Fetthaushalt wie das bereits beschriebene Methionin. Um Threonin aber richtig und effektvoll nutzen zu können, benötigt der Organismus Magnesium und die Vitamine B3 und B6.

Mangelprobleme:

Niedrigerer Energielevel, Mattigkeit und rasches Ermüden.

Tryptophan

Vorstufe der Serotoninbildung.

Mangelprobleme:

Das Risiko für Angstzustände und Panikattacken nimmt zu.

Valin

Wirkt zusammen mit den bereits erwähnten Aminosäuren Isoleucin und Leucin und verfügt über ähnliche Eigenschaften.

Mangelprobleme:

Ein Valinmangel entsteht meist bei fehlender Versorgung mit Proteinen, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten oder bei Mangel an Vitamin B6.

Die 4 semiessentiellen Aminosäuren

Arginin

Arginin ist eine der wichtigsten Aminosäuren, vor allem für Kinder, bei denen sie sogar essentiell, also lebenswichtig ist. Bei Erwachsenen kann Arginin im Körper synthetisiert werden und ist im Normalfall dann stets in ausreichendem Maße vorhanden. Es spielt eine entscheidende Rolle für die Muskelfunktion, beim Wachstum und beim Heilungsprozess. Ferner reguliert und unterstützt es die wichtigsten Komponenten des Immunsystems und hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit. Es vermag Tumorwachstum zu reduzieren und verfügt so über Krebs hemmende Eigenschaften. Im Leberstoffwechsel ist es für die Harnbildung und den Abbau von Ammoniak mitverantwortlich. Im Körper wandelt sich Arginin schnell in Ornithin und umgekehrt. Daher ist es auch unter Umständen durch Ornithin ersetzbar.

Histidin

Hierbei handelt es sich um eine der medizinisch noch weniger bekannten Aminosäuren. Man weiß aber inzwischen, dass Histidin im Darm nur etwa zu zwei Dritteln resorbiert wird und nicht vollständig wie die anderen Aminosäuren. Einige wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass L-Histidin möglicherweise ein Ansatz zur Bekämpfung der Immunschwächeerkrankung AIDS sein könnte. Beim Kampf gegen Allergieerkrankungen konnten bereits erste Erfolge mit dem Einsatz des Histidin verzeichnet werden. Bei der Behandlung arthritischer Erkrankungen setzt die Medizin Histidin bei denjenigen Patienten ein, bei denen die Aminosäure in zu niedriger Menge vorhanden ist. So könnte man möglicherweise ableiten, dass ein Mangel dieser Aminosäure eine Rolle bei arthritischen Erkrankungen spielen kann.

Cystein

Man weiß inzwischen, dass es Schwermetalle binden und somit bei solchen Vergiftungen positiv wirken kann. Auch für das Wachstum von Haut und Haaren zeichnet Cystein verantwortlich. Vor allem der Schutz vor den so genannten freien Radikalen macht Cystein für die Medizin sehr interessant.

Tyrosin

Diese Aminosäure ist im Körper für zahlreiche Drüsenfunktionen verantwortlich, z.B. bei der Hirnanhang-, Nebennieren- und Schilddrüse. Weiterhin ist Tyrosin an der Bildung von Neurotransmittern im Gehirn beteiligt, so etwa beim Adrenalin oder Wachstumshormon (HGH). Als Folge aus dieser Vielzahl von Beteiligungen und Wirkungen des Tyrosin geht man inzwischen davon aus, dass es dem Körper zusätzliche Energie verleiht, Stress abbauend wirkt und als Antidepressivum angewendet werden kann. Mehr  zum Antidepressiva-Charakter von L-Thyrosin.

Da die einzelnen Zellen des Organismus zum Großteil aus Proteinen bestehen, die einem ständigen Auf- und Abbau unterliegen, muss auch eine permanente Versorgung mit den wichtigen Aminosäuren gewährleistet sein.

Aufgaben im Organismus:

Aufbau und Erhalt der Körperzellen

Mangelprobleme:

Störung der geistigen und körperlichen Entwicklung, nachlassen der Widerstands- und Leistungsfähigkeit.

DAS Top-Aminosäureprodukt

Die meisten interressieren sich nicht wirklich für Aminosäuren.  Sie interessieren sich erst dafür, wenn sie

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Was ist L-Carnitin und warum irt es als Einzelwirkstoff fleischlos?

Bei L-Carnitin denken die meisten mit gieriger  Fleischeslust an hochdosiertes L-Carnitin. Dabei ist L-Carnitin erst den richtigen Co-Partnern so richtig lecker.

Doch zunächst zur Frage, was ist L-Carnitin? Bei der Aminosäure L-Carnitin handelt es sich um eine Carboxylsäure, die mithilfe der essenziellen Kofaktoren Vitamin B3, Vitamin B6, Vitamin C und Eisen in der menschlichen Leber aus den beiden Aminosäuren Lysin und Methionin und gebildet wird. Alternativbezeichnungen sind Carnitin, Karnitin und Levocarnitin. L-Carnitin dient zum Transport von langkettigen Fettsäuren in die Mitochondrien, spielt also eine entscheidende Rolle bei der Energiegewinnung. Das L-Carnitin wird beim Transport jedoch nicht verbraucht, sondern kann wiederholt verwendet werden. Die wasserlösliche Substanz  liegt im Durchnitt zwischen 20 und 25 Gramm im Körper vor. Der Großteil verteilt sich auf die Herz- und Skelettmuskeln. Im Normalfall reicht die Eigensynthese aus und L-Carnitin muss nicht zusätzlich über die Nahrung hinzugefügt werden. Wissenschaftliche Studien konnten bei zusätzlicher L-Carnitin-Zufuhr keine positiven Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit feststellen. Darüber hinaus wurde beobachtet, dass eine längerfristige Einnahme zur Abnahme der körpereigenen Produktion führen kann.

L-Carnitin in natürlicher Form ist in Fisch, Fleisch, Milch, Nüssen und Eiern enthalten.
L-Carnitin in natürlicher Form ist in Fisch, Fleisch, Milch, Nüssen und Eiern enthalten.

Welche natürlichen Quellen für L-Carnitin gibt es?

L-Carnitin kommt vor allem in tierischen Produkten vor. Besonders Lammfleisch weist einen hohen Gehalt von 210 mg pro 100 g auf. Aber auch Rind (70 mg pro 100 g) und Schwein (30 mg pro 100 g) enthalten relativ viel L-Carnitin, sowie Hühnchen, Fisch und Milch.  Bei einer Ernährungsweise nach dem Mischkost-Prinzip verzehrt eine durchschnittliche Person etwa 32 Milligramm  täglich. Bei einer vegetarischen Ernährungsweise liegt die Zufuhr weitaus niedriger, etwa bei zwei Milligramm L-Carnitin täglich. Einige pflanzliche Lebensmittel enthalten kein L-Carnitin (Kartoffeln, Mohrrüben), andere pflanzliche Nahrungsmittel weisen hingegen geringe Mengen der Substanz auf. So haben Tomaten etwa 2,9 mg pro 100 g, Birnen etwa 2,7 mg pro 100 g und Erbsen circa 1,2 mg pro 100 g. Zusätzlich kann Garen und Kochen den Gehalt an L-Carnitin mindern, da die Substanz wasserlöslich ist.

Bei Mangel mit L-Carnitin supplementieren?

In der Regel wird der Bedarf an L-Carnitin durch die Eigensynthese ausreichend gedeckt. Ein Mangel an L-Carnitin kann aufgrund einer genetischen Veranlagung zur verminderten Eigensynthese, aufgrund einer eingeschränkten Leberfunktion, wegen Vitamin-C-Mangels oder der Einnahme von Medikamenten (beispielsweise Antiepileptika) auftreten. Auch ein gestörter Transport in die Zellen sowie eine einseitige Diät können eine Unterversorgung hervorrufen. Sofern supplementiert werden soll, ist darauf zu achten, dass nur reines L-Carnitin eingenommen wird, da D-Carnitin die Wirkung der Aminosäure hemmt. Die Empfehlungen zur Supplementierung mit   müssen individuell bestimmt werden und liegen in der Regel zwischen 1 und 3,5 Gramm pro Tag. Bei zu hohen Mengen von vier bis fünf Gramm stellen sich nicht selten Nebenwirkungen wie Durchfälle, Müdigkeit (bei D-Carnitin auch Muskelschwäche) ein.

Empfehlung für synergistische L-Carnitin-Formeln

L-Carnitin allein ist nur so gut oder schlecht wie seine Synergisten. Eine sehr gute Wahl und Bioverfügbarkeit ohne Gewöhnungseffekte ist nur mit L-Carnitinpräparaten gegeben, die nicht auf Isolaten basieren, sondern synergistisch eingebettet sind. Solche Formeln finden Sie bei diesem Anbieter für synergisische Supplemente in Apothekenqualität. Auch  zu empfehlen sei hier L-Carnosin.

Aminosäuren als alternative Heilmethode

Aminosäuren wirken positiv auf den Körper und die Seele, das ist erwiesen. Das Fehlen von Aminosäuren im Körper kann zu Depressionen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder auch einer Einschränkung des Immunsystems führen. Aminosäuren kann man ganz natürlich mit dem richtigen Essen oder auch mittels Nahrungsergänzung und somit einer durchaus alternativen Heilmethode dem Körper zuführen. Passend dazu gibt es das Produkt Master Amino Acid Pattern, das auch weltweit in Krankenhäusern eingesetzt wird, also auch dann, wenn man Protein aus Fleisch oder Fisch nicht täglich zuführen kann. 10 Presslinge entsprechen gut einem 350 g großem Steak, und kann dabei praktisch und bequem bioverfügbar fettfrei Protein zuführen. Natürlich sollte man auch hierbei auf alternative Preisangebote achten.

Wo sind Aminosäuren enthalten?

Aminosäuren
Aminosäuren sind auch in verschiedenen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Gemüse enthalten

Aminosäure wird im gesunden Körper ganz von selbst gebildet. Ist in unserem Inneren etwas im Ungleichgewicht, beispielsweise durch zu viel Stress oder Krankheiten, kann ein Mangel an der Fähigkeit entstehen, Proteine richtig aus Aminosäuren zusammenzusetzen. Eine Aminosäure ist vereinfacht erklärt eine Zusammensetzung von Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, manchmal gesellen sich noch Schwefel oder Phosphor dazu. Aminosäure ist eigentlich der Baustein des Lebens und regelt im Körper die mentale und physische Leistungsfähigkeit. Deshalb brauchen Menschen, die viel Sport betreiben oder Stress haben, auch viele und vor allem gute Aminosäuren, ganz unmedizinisch erklärt. So ist eine gesunde Ernährung schon mal das A und O. Doch wer macht das schon jeden Tag, oder isst jeden Tag z.B. rohe Eier und das bei der Salmonellengefahr? Enthalten sind die wichtigen Aminosäuren in Obst, Gemüse, natürlich auch in Getreide, Hülsenfrüchten, Fleisch, Milch, Eiern, Fisch und auch Kartoffeln. Da gibt es schon einiges. Doch alternativ und wenn man man einfach zu wenig Zeit hat, sich tagtäglich gesund zu ernähren, verhelfen Aminosäure-Kapseln zu der nötigen ausgleichenden Menge und bieten eine optimale Ergänzung und somit eine natürliche Heilmethode.

Aminosäurekapseln als alternative Heilmethode

Zusammenfassend sei gesagt, Aminosäuren sind nicht nur mit jedem einzelnen Aminosäuremuster für die Leistungsfähigkeit des Körpers unheimlich wichtig, auch Depressionen können durch einen Mangel an Aminosäure entstehen. Wenn der Körper eine ausgewogene Ernährung serviert bekommt, ist auch kein Mangel in Sicht, doch erschwerende Umstände, wie eine Krankheit, können zu einem Mangel führen. Der muss ausgeglichen werden, was durch alternative Heilmethoden wie Kapseln ganz einfach möglich ist. Eine gute Empfehlung hier sind die MAP-Aminosäuren, die es ermöglichen ein hochwertiges Spektrum von Aminosäuren zuzuführen. MAP Aminos werden sogar in Krankenhäusern eingesetzt und können daher getrost als Alternative Heilmethode angesehen werden.

Volles POTENZ-ial durch Arginin

Der lebenswichtige Eiweißbaustein Arginin entfalten auch sein breites POTENZieal auf das Immunsystem. Beispielsweise erhöht es die die Aktivität und Anzahl von weissen Blutkörperchen und die Versorgung mit Nährstoffen.

Aminosäurecocktail gegen Depression

Befasst man sich generell mit Aminosäuren, so kann es auch sinnvoll sein, diese statt in Kapselform, auch in Pulverform als Proteinshake einzunehmen. Dies macht nicht nur heiter und wirkt als Stimmungsaufheller, sondern kann, verbunden mit dem richtigen integrativen Konzept auch sehr gut einer Depression vorbeugen.

L-Tryptophan als Vorstufe von Serotonin

Tryptophan gehört zu den essenziellen Aminosäuren. Dies bedeutet, dass sie eine der lebenswichtigen Aminosäuren ist, die der menschliche Organismus zwingend benötigt. Gleichzeitig kann er essenzielle Aminosäuren jedoch nicht selbst herstellen, sodass es erforderlich ist, diese Stoffe mit der Nahrung aufzunehmen. Derartige Aminosäuren können ausschließlich durch die Nahrungsaufnahme von pflanzlichen Bestandteilen aufgenommen werden. Dies bedeutet, dass auch Vegetarier ausreichend mit den essenziellen Aminosäuren, zu denen neben Tryptophan auch die Stoffe Valin, Isoleucin, Lysin, Leucin, Threonin, Methionin und Phenylalanin gehören, versorgt sein können.

Tryptophan kommt in natürlicher Form, wenn auch nur in geringen Mengen, unter anderem in Bananen vor.
Tryptophan kommt in natürlicher Form, wenn auch nur in geringen Mengen, unter anderem in Bananen vor.

Besonders reich an Tryptophan sind beispielsweise Nüsse, Hülsenfrüchte, Bananen, Fisch oder Milchprodukte.

Besonders für die Bildung des Stoffes Serotonin, das auch als Glückshormon bezeichnet wird, ist es unablässig, dass der Körper mit ausreichend Tryptophan, für dessen Aufnahme durch den Organismus zusätzlich Kohlehydrate benötigt werden, versorgt wird. Serotonin und dessen Einfluss auf verschiedenste Körperfunktionen sind sehr vielfältig. Bereits 1969 stellten Forscher die These auf, dass ein Mangel an diesem Stoff für die Entstehung von Depressionen verantwortlich sei. Mittlerweile hat sich diese Vermutung bestätigt. Ein Serotoninmangel kann auch aggressives Verhalten und über einen längeren Zeitraum auch Depressionen sowie Angstzustände bewirken. Zudem wird dieser Stoff auch in Medikamenten gegen Migräne eingesetzt und ist bekannt für seine appetithemmende Wirkung sowie für seine Schlaf fördernde Wirkung. Letzteres ergibt sich nicht zuletzt dadurch, dass Serotonin zum Teil in Melatonin umgewandelt wird. Dieses sorgt für den typischen Tag- und Nachtrhythmus des Organismus.

Da ohne Tryptophan weder die Umwandlung in Serotonin noch von Serotonin in Melatonin im Organismus erfolgen könnte und es so ein Ausgangsstoff für die Umwandlung ist, wird diese essenzielle Aminosäure auch als natürliches Antidepressivum oder auch als sanftes Schlafmittel bezeichnet und als Nahrungsergänzung gehandelt. Eine Überdosierung mit dieser Aminosäure ist eher unwahrscheinlich, da sie selbst ihren Abbau reguliert. Man sollte jedoch vorsichtig sein, da eine zusätzliche Einnahme von Tryptophan nur dann sinnvoll ist, wenn auch wirklich ein Mangel besteht. Dies kommt jedoch sehr selten vor. Bislang konnte ein Mangel an dieser Aminosäure nur bei Patienten nachgewiesen werden, die von einer Fruktosemalabsorption betroffen sind. Darunter versteht man eine Stoffwechselstörung, bei der die betreffenden Patienten Fruchtzucker nicht vertragen. Dieser aufgenommene Fruchtzucker kann nicht vollständig im Dünndarm absorbiert werden und gelangt daher in den Dickdarm. Der Organismus reagiert mit Durchfall, Schmerzen und Blähungen. Meistens reagieren betreffende Personen auch auf Sorbit, da dieser zusätzlich die Aufnahme von Fruktose im Dünndarm hemmt. Interessant ist, dass Forscher herausgefunden haben, dass die Fruktosemalabsorption mit anderen Störungen bei der Aufnahme durch den Organismus einhergeht. Darunter sind Resorptionsstörungen im Bezug auf Zink, Tryptophan und Folsäure bekannt. Patienten, die unter einer Fruktoseintoleranz leiden, neigen auch häufiger zu Depressionen als die jeweilige Vergleichsgruppe ohne diese Malabsorption. Dies liegt an der Resorptionsstörung für Tryptophan und die damit verbundene verminderte Bildung des Glückshormons Serotonin.

In Deutschland ist Tryptophan bis zu einer Dosierung von 500 mg pro Tablette rezeptfrei in Apotheken erhältlich. In anderen Ländern wie Österreich oder der Schweiz ist es dagegen nur mit Vorlage eines Rezeptes erhältlich. In den Vereinigten Staaten sowie auch in Deutschland war das Produkt bis 1996 verboten. Anlass hierfür war ein gentechnisch hergestelltes Produkt einer Firma. Dieses war in den 80er Jahren in Verruf geraten, da 38 tödlich verlaufende Fälle des Eosinophile-Myalgie-Syndroms auf die Verbindung mit dieser Aminosäure zurückgeführt werden konnten. Bis heute sind die genauen Umstände jedoch ungeklärt, man geht jedoch davon aus, dass das genannte Syndrom durch verunreinigtes Tryptophan ausgelöst wurde. Weitere gute Informationen, sowie empfehlenswerte Tryptophan-Produkte können Sie hier nachlesen, oder bestellen.

L-Lysin

Bei Lysin handelt es sich um eine essentielle Aminosäure, das heißt sie muss extern über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Ihre chemische Bezeichnung lautet C6H14N2O2. Sie ist ein wichtiger Baustein von vielen verschiedenen Proteinen. Sie kommt in den Transportproteinen im Blutplasma genauso vor wie in den Strukturproteinen von Haut, Sehnen und Knochen. Darüber hinaus ist sie in Antikörpern und Hormonen enthalten und spielt für die Eiweiße Myosin und Aktin, die für die Muskulatur wichtig sind, eine entscheidende Rolle.

Die Funktionen von Lysin sind ebenso vielfältig wie ihr Vorkommen.
Als Stabilisator ist diese Aminosäure im Kollagen des Bindegewebes enthalten und dabei für die Stabilität des Bindegewebes unentbehrlich. Sie liegt dabei in einer speziellen Form vor. Sie kommt im Kollagen im so genannten hydroxylierten Zustand vor. Das heißt, an verschiedenen Stellen verfügt sie über OH-Reste, die sich über verschiedene Zuckermoleküle miteinander vernetzen können. Dadurch entsteht dann das sehr stabile Glykoprotein, das dem Bindegewebe seine Elastizität verleiht. Wer daher zu einem schwachen Bindegewebe neigt, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit der Aminosäure Lysin achten.
Verfügt der Körper über Lysin und weitere Stoffe, kann er die Substanz L-Carnitin, die eine Schlüsselrolle bei der Fettverbrennung und dem Energiestoffwechsel einnimmt, selbst herstellen. Lysin unterstützt daher eine Gewichts- und Fettreduktion. Da L-Carnitin aber auch im Zusammenhang mit der Muskelbildung vorkommt, sollten auch Kraft- und Leistungssportler auf eine ausreichende Versorgung mit dieser wichtigen und essentiellen Aminosäure achten.

Eine wichtige Rolle spielt die Aminosäure auch in der Erbsubstanz. Hier kommt diese Substanz in einem methylierten Zustand vor. Das bedeutet, dass sie über zusätzliche CH3-Reste verfügt, die dafür sorgen, dass im jeweiligen Entwicklungszustand einer Zelle jeweils nur die Gene abgelesen werden und jeweils nur die nötigen Proteinen gebildet werden können.

Des Weiteren hat eine ausreichende Versorgung mit Lysin eine positive Wirkung auf den Kalziumgehalt von Zähnen und Knochen. Somit kann eine gezielte Versorgung mit Lysin Knochenerkrankungen wie Osteoporose vorbeugen.

Da Lysin die Heilung von Lippenbläschen beschleunigt, wird sie ebenfalls bei der Behandlung von Herpes Viren eingesetzt.

Sehr wertvoll kann die Einnahme von dieser Aminosäure auch bei der Vorbeugung von Arterienverkalkung sein. Denn durch die Ablagerung von Lipoprotein kann es im Laufe der Jahre zu Verklebungen der Gefäßwände kommen. Lysin wikrt dieser Arterienverklebung entgegen, indem es verhindert, dass sich das Lipoprotein an den Gefäßwänden ablagert und es bereits vorhandenes Plaque sogar wieder abträgt. Diese Aminosäure kann daher als wirksames Mittel bei der Bekämpfung von Herzkreislauferkrankungen angesehen werden und wird in Zukunft in dieser Hinsicht in der Medizin wertvolle Dienste leisten.

Wer sich wegen dieser vielseitigen Vorteile nun mit einer ausreichenden Menge dieser Aminosäure versorgen möchte, der kann allein durch seine Ernährung schon viel bewirken. Denn reich an dieser wertvollen und essentiellen Aminosäure sind Lebensmittel wie Sojabohnen, Linsen und tierische Lebensmittel.
Gerade Leistungs- und Kraftsportlern sowie Risikopatienten von Herzkreislauferkrankungen und Osteoporose ist zu raten auf lysinhaltige Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Denn diese enthalten eine hohe Konzentration dieser so wichtigen Substanz und beugen einer Mangelversorgung von Lysin vor.

Übrigens kann eine Unterversorgung mit Lysin zu erheblichen Nachteilen wie Haarausfall, Wachstumsstörungen und auch Infektionen führen.

L-Valin

Bei Valin handelt es sich um eine essentielle Aminosäure, die in der Abkürzung auch häufig mit V oder Val bezeichnet wird. In natürlicher Form kommt die Aminosäure häufig in Proteinen vor – wenn auch nur in geringen Mengen. Seine Bezeichnung hat die Aminosäure aus der lateinischen Bezeichnung „validus“, die wiederum für gesund sowie auch kräftig steht. Die Isolierung der Aminosäure gelang erstmals im Jahr 1901, als die Aminosäure aus dem Casein, also einer Form des Milcheiweiß, herausgelöst werden konnte. Innerhalb der Versorgung des Organismus hat die Aminosäure sehr große Bedeutung, denn es ist die Funktion von Muskeln und Nerven gleichermaßen wichtig.

L-Valin kommt unter anderem in natürlichen Lebensmitteln wie Walnüssen vor.
L-Valin kommt unter anderem in natürlichen Lebensmitteln wie Walnüssen vor.

Weil Valin vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden kann, ist es daher erforderlich, dass die Versorgung mit der essentiellen Aminosäure über eine ausgewogene Ernährung erfolgt. Besonders hohe Anteile an Valin weist das Hühnerei auf. Aber auch eine gute Versorgung mit Vollkornprodukte sowie Walnüssen oder ungeschältem Reis unterstützt die Versorgung des Organismus mit dieser Aminosäure – damit auch die Funktionen von Muskulatur und Nerven. Die Aminosäure wird bereits seit 1901 aus dem Casein ausgeflockt. Grobflockiges Casein wiederum ist einer der Hauptbestandteile von Käse und Quark. Der durchschnittliche Bedarf an Valin liegt beim Erwachsenen je nach Aktivität zwischen 10 bis 29 Milligramm der essentiellen Aminosäure pro Kilogramm Körpergewicht.
Wichtige Aufgaben hat die Aminosäure innerhalb der Proteinbiosynthese des Körpers. Bei einer insgesamt proteinreichen Ernährung sowie einer Mobilisierung der körpereigenen Reserven an Protein hilft diese Aminosäure bei der Energiegewinnung. Gerade bei längeren Anstrengungen, also sportlicher Aktivität, oder aber innerhalb von Hungerphasen hilft das Valin dem Körper, auf eigene Proteinreserven zurückzugreifen und diese zu nutzen. Ebenso wie das Leucin und das Isloleucin hat auch diese Aminosäure eine Anordnung, die verzweigtkettig ist. Diese Molekülstruktur ist dafür verantwortlich, dass sowohl der menschliche als auch der tierische Körper Valin aufbauen können. Daher ist die Bezeichnung dieser Aminosäure – wie auch bei Leucin oder Isoleucin – essentiell, also lebensnotwendig. Die Aminosäure muss über er die Nahrung innerhalb der Proteinzufuhr in ausreichender Menge aufgenommen werden, damit die Stickstoffbilanz innerhalb des Organismus aufrechterhalten bleibt und ein gleichmäßiges und normales Wachstum der Muskulatur gegeben ist. Insgesamt gibt es 21 sogenannte proteinogene Aminosäuren, die für den Aufbau von Protein wichtig sind. Bei den wichtigen Körperproteinen ist das Valin in einer Konzentration von fünf bis acht Prozent gegeben.

Ein erhöhter Bedarf kann im menschlichen Organismus durch Stress oder starke Belastungen gegeben sein. Auch Krankheit oder Verletzungen sowie Operationen bewirken, dass der Körper eine größere Menge Protein abbaut. Hier kann eine erhöhte Versorgung mit Lebensmitteln sinnvoll sein, die einen hohen Gehalt an Valin aufweisen und die damit die Versorgung des Organismus mit dem nun besonders wichtigen Protein unterstützen. Durch die erhöhte Versorgung mit dieser Aminosäure in diesen Stressphasen kann dem sogenannten Proteinkatabolismus vorgebeugt werden. Die Versorgung mit mehr Valin bewirkt, dass der Proteinaufbau im Organismus stimuliert wird. So kann die Bildung von körpereigenem Gewebe unterstützt werden, damit auch Wundheilung und Widerstandskraft des Körpers vor Infektionen gefördert werden. Eine gute Versorgung mit der Aminosäure kann zudem den Stoffwechsel wirksam unterstützten, damit auch dem Abwehrsystem des Organismus helfen. Durch die optimale Versorgung mit Valin kann auch in erhöhten Stressphasen die bedeutsame Muskelfunktion optimal unterstützt werden.

Gerade Kranke oder Menschen in Genesungsphasen haben eine besonders hohen Bedarf an essentiellen Aminosäuren, zu denen eben auch das diese Aminosäure gehört. Gerade in diesen Phasen ist aber oftmals bedingt durch eine eingeschränkte Nahrungsaufnahme auf die Versorgung mit wichtigem Protein nur eingeschränkt gegeben. Eine entsprechend gute Versorgung mit valinreichen Lebensmitteln kann hier sehr hilfreich sein, die Genesung damit wesentlich unterstützen. Aber nicht nur zur Gesundung und Wundheilung ist eine ausreichende Versorgung mit Valin sehr sinnvoll. Insgesamt ist es inzwischen auch erwiesen, dass ein Mangel an Valin in der Ernährung bestimmte Erkrankungen begünstigen kann.

L-Prolin

Eiweiße gehören ebenso wie Kohlenhydrate und Fette zu den Energielieferanten für den menschlichen Organismus. Eiweiße, auch Proteine genannt, bestehen aus unterschiedlichen Eiweißbausteinen, den so genannten Aminosäuren. Diese spielen bei den Stoffwechselvorgängen im Körper eine wesentliche Rolle. Nur wenn wir mit einer ausreichenden Menge an den unterschiedlichen Aminosäuren versorgt sind, kann der Körper alle wichtigen Prozesse in Gang halten.

Aminosäuren werden in zwei unterschiedliche Gruppen unterteilt. Zum Einen gibt es die essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selber herstellen kann und daher über die Nahrung oder per Nahrungsergänzungsmittel extern zugeführt werden müssen. Und zum Anderen gibt es die Gruppe der so genannten nicht-essentiellen Aminosäuren, die im Gegenzug vom menschlichen Organismus selbst hergestellt werden können.

prolinAuch die Aminosäure Prolin gehört zu den nicht-essentiellen Aminosäuren und kann daher vom Körper selbst produziert werden. Aus der Glutaminsäure kann der Organismus Prolin, das die Summenformel C5H9NO2 hat, selbstständig herstellen. Doch vor allem, wenn eine schwere Erkrankung vorliegt oder auch im fortgeschrittenen Alter reicht die körpereigene Prolin-Produktion nicht immer aus. Es empfiehlt sich dann einem Mangel durch eine prolinreiche Ernährung vorzubeugen.

Um prolinhaltige Lebensmittel handelt es sich zum Beispiel bei Fleisch und Milchprodukten. Pflanzliche Kost ist dagegen eher prolinarm. Der regelmäßige Verzehr tierischer Produkte ist daher vor allem für erkrankte und ältere Personen angeraten.

Ein Mangel an dieser Aminosäure kann zu erheblichen gesundheitlichen Nachteilen führen. Vor allem Gelenkprobleme und ein allgemeiner Leistungsabfall sind bei einer Unterversorgung mit dieser wichtigen Aminosäure die Folge. Und auch ein Verlust der Stabilität der Arterienwände kann in einem Mangel an Prolin begründet werden.

Damit der Körper Prolin optimal verwerten kann, muss gleichzeitig genügend Vitamin C zugeführt werden. Da bislang keinerlei Nebenwirkungen einer Überdosierung bekannt sind, können Betroffene auch auf prolinhaltige Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Beziehbar sind solche Produkte in Apotheken und im Internet über diverse Anbieter.

Die Aminosäure Prolin spielt auch eine wesentliche Rolle im Bindegewebe. Denn hier kommt dieser Eiweißbaustein besonders reichhaltig vor. Ebenso wie auch in Knochen und Knorpel. Kommt es zu einem Mangel der Prolinversorgung wird es hier als erstes abgebaut, was zu einem schwachen Bindegewebe und instabilen Knochen und Knorpelgewebe führen kann.

Da Prolin in der Lage ist in den Proteinen eine schraubenförmige Struktur zu unterbrechen, wird es auch als Helixbrecher bezeichnet. Damit kommt dieser Aminosäure eine wichtige Rolle bei der Faltung, also der dreidimensionalen Struktur von Eiweißen zu. Diese entscheidet in der Regel über die Funktion des Proteinstoffes.

Der menschliche Körper kann bei gleichzeitiger Zuführung von Prolin und Vitamin C das ebenfalls sehr wichtige Hydroxyprolin herstellen. Dieser Stoff ist ein essentieller Bestandteil der Strukturproteine in Elastin und Kollagen und damit wesentlich für die Flexibilität und Stabilität des Bindegewebes.

Hydroxyprolin und Prolin fördern beide die Regeneration von Knorpel- und Knochenentzündungen und unterstützen gleichzeitig auch den Gelenkaufbau und die Regeneration von Gewebe.

Da Hydroxyprolin, außer in den genannten Strukturproteinen, kaum in Proteinverbindungen vorkommt, existiert für diesen Stoff kein genetischer Code. Es wird daher beschrieben durch das Anhängen einer Hydroxygruppe an bereits in die Proteinkette eingebautes Prolin.

Fazit: Zwar kann Prolin als essentielle Aminosäure eigenständig vom Körper synthetisiert werden, da eine Unterversorgung allerdings zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann, sollte auf eine prolinhaltige Ernährung über die Zufuhr tierischer Produkte geachtet werden. Vor allem Personen, die einen erhöhten Bedarf an Prolin haben, wie zum Beispiel Erkrankte Personen oder ältere Menschen, sollten auf eine ausreichende Versorgung dieser Aminosäure achten. Und auch bei der Regeneration von Knochen- und Gelenkentzündungen kann dieser Eiweißbaustein hilfreiche Dienste leisten.

Die kleinste Aminosäure L-Glycin

Aminosäure L-Glycin

L-Glycin ist die kleinste natürlich vorkommende Aminosäure. L-Glycin fördert die Bildung von Wachstumshormonen. Wird im Organismus gelagert und dient als Reservoir bei der Bildung der nicht-essentiellen Aminosäuren sowie RNA und DNA. Megadosierungen, am liebsten in Form von verdautem Kollagen, sind daher effektiv um die Zellneubildung zu fördern und um das gesunde Gewebe wieder herzustellen.

L-Glycin fördert auch die Bildung von Hämoglobin. Wird im Körper zu Kreatin umgewandelt, welches ein wesentlicher Faktor für die Muskelaktivität und somit für sportliche Aktivitäten ist. Hat eine positive Wirkung auf die Hypophyse (Hirnanhangdrüse). L-Glycin entgiftet die Leber und neutralisiert Freie Radikale.

L-Glycin gibt Glykogen aus der Leber frei und hilft somit den Blutzucker zu regulieren. Senkt die Urinsäurekonzentration und vermindert somit die Ablagerung von Uratkristallen. Wird in der Nahrungsmittelindustrie auch als natürlicher Süßstoff, Konservierungsmittel sowie gegen Mikroben und Verranzung verwendet. Glycin wird oftmals teuer in der Apotheke im Handverkauf als Einzelwirkstoff vertrieben.

Eine Glycinergänzung zeigt sich wie so oft nur im Netzwerk, am besten mit L-Glutamin. Man sollte daher bei der Auswahl eines guten L-Glutaminpräparates nicht allein auf die Dosierung schauen, sondern vor allein Dingen auf den Kontext und die Möglichkeiten, die damit verbunden sind. Während die meisten Glutaminpräparate mit Maisstärke oder Cellulose gebunden sind, verzichten reine Präparate auf allergene Substanzen.

Glycin ist als Aminosäure auch in Reis und Lachs enthalten
Glycin ist als Aminosäure auch in Reis und Lachs enthalten

Glycin kommt unter anderem in natürlicher Form in Lebensmitteln wie z.B. Schweinefleisch, Lachs, Nüssen, Milchprodukten, Reis und Mehl vor.

L-Glycin wirkt allein niemals so gut, wie in einer Wirkeinheit. Linksdrehendes L-Glycin wirkt am besten im Komplex mit linksdrehendem L-Glutamin. Wie bei allen Vitalstoffnetzwerken bringt erst ein wohl darauf abgestimmter Komplex die Wirkung des Synergisten  voll zur Entfaltung. Glycin dürfte in diesem Verbund wohl eine Aminosäure mit den vielseitigsten Eigenschaften sein, und es ist höchste Zeit, dass ihr therapeutisches Potential auch genutzt wird.

Gerade für das Nervensystem ist die Aminosäure wesentlich. Vor allem im Rückenmark wirkt Glycin erregungsdämpfend an Glycinrezeptoren. Dadurch ist Glycin an der Regulierung der Bewegungsabläufe beteiligt. Im Gehirn wirkt Glycin als Coagonist an Glutamatrezeptoren und hat deshalb einen positiven Einfluss auf Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen. Sie ist an zahlreichen Entgiftungsreaktionen beteiligt und wirkt antioxidativ. Entgiftungsprozesse in der Leber werden als Biotransformation bezeichnet. Dabei werden schädliche Stoffwechselprodukte und Fremdstoffe chemisch so verändert, dass Sie anschließend durch Anbindung an körpereigene Substanzen (so genannte Konjugation) wasserlöslich und ausscheidungsfähig sind. Glycin und auch das Biomolekül Glutathion sind Konjugationssubstanzen.

Glycin ist eine nicht essentielle Aminosäure, deren umfassende Funktionen im Stoffwechsel mehr und mehr entdeckt werden: Glycin ist Baustein von Proteinen und an der Synthese zahlreicher wichtiger Stoffwechselmoleküle beteiligt. Dazu gehören u.a: Glutathion, Creatin, Porphyrine, Purine. Glycin ist auch für den Stoffwechsel der Folsäure sowie für die Bildung der Gallensäuren erforderlich. Das therapeutische Potential für das Immunsystem, für entzündliche Prozesse, für die Entgiftung und für den Nervenstoffwechsel wurde bisher leider wenig beachtet. In einem Verbund mit L-Glutamin und Aloe Vera lassen sich die Einzelwirkungen weiter steigern.